Selbsthilfegruppen:


Sinus-Selbsthilfegruppe für bipolare Störungen


Mentor: Dr. Paal, Tel.: (0209) 160-0
Ort: Tagesklinik der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen, Raum D-EG. 04

SINUS-Termine 2009

13.01.2009
10.02.2009
10.03.2009
14.04.2009
12.05.2009
09.06.2009
14.07.2009
11.08.2009
08.09.2009
13.10.2009
10.11.2009
08.12.2009

Jeweils von 18:00 - 19:30 Uhr Gruppentreffen.


Treffen der Gelsenkirchener Depressionsselbsthilfegruppe:

EMOTIONEN-Selbsthilfegruppe gegen Depressionen


Mentor: Dr. Kudling
Ort: Tagesklinik der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen, Raum D-EG. 04

EMOTIONEN-Termine 2009

08.01.2009*
05.02.2009
05.03.2009
02.04.2009
07.05.2009
04.06.2009
02.07.2009
06.08.2009
03.09.2009
01.10.2009
05.11.2009
03.12.2009

* wegen des Feiertags verschoben.

jeweils von 18:00 - 19:30 Uhr Gruppentreffen.




Treffen der Gelsenkirchener Gruppe für Menschen mit Angst- und Panikstörungen :

PAN Selbsthilfe-Gruppe für Menschen mit Angst- und Panikstörungen


Tel.: (0209) 160-1611, Frau Liduch
Ort: Tagesklinik der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen, Raum D-EG. 04

PAN-Termine 2009

08.01.2009
12.02.2009
12.03.2009
09.04.2009
14.05.2009
11.06.2009
09.07.2009
13.08.2009
10.09.2009
08.10.2009
12.11.2009
10.12.2009

jeweils von 18:00 - 19:30 Uhr Gruppentreffen.



Studie öffnet Wege für neue Antidepressiva


Eine große humangenetische Studie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München belegt, daß eine bestimmte Form der Depression oft mit dem Auftreten eines gewissen Gens einhergeht. Eine kanadische Studie fand dieselbe genetische Veränderung bei einer anderen Depressionsform. Bislang galt eine gemeinsame genetische Grundlage für die beiden Depressionserkrankungen als ausgeschlossen; die Ergebnisse eröffnen daher neure Wege für Therapien.

Depressionskranke erleben immer wieder Episoden mit Symptomen von Traurigkeit und Schwermut. Während sich bei Patienten mit „unipolaren Depressionen“ solche Tiefs mit als normal empfundenen Zeiten abwechseln, erleben Patienten mit „bipolaren Depressionen“ zusätzliche Phasen von Manie oder Hypomanie mit stark erhöhter freudiger Erregung bis zu Größenideen und Verschwendungssucht. Daß beide Formen erblich sind, ist seit langem bekannt. Bei bipolarer Depression geht man von einer Vererbung in 83 bis 93 Prozent der Fälle aus; bei unipolaren Depressionen zwischen 34 und 75 Prozent. Die Münchener Forscher untersuchten nun Gene von 1000 Patienten mit unipolarer Depression und einer etwa ebenso großen Kontrollgruppe; ihre Kollegen am CHUL Research Center der Université Laval in Quebec erforschten Gene von 213 Patienten mit bipolarer Depression. Dabei zeigte sich, daß etwa 30 Prozent der Patienten mit Depression dies Variation im P2RX7 Gen zeigten. Zudem erhöht sich das Risiko, an einer unipolaren Depression zu erkranken, um 40 Prozent, wenn der heterozygote Genotyp im P2RX7 Gen vorliegt.

Das GenP2RX7 bestimmt das Aussehen eines Kalzium-Ionenkanals für das Energieträger-Molekül ATP in der Membran von Nervenzellen verschiedener Hirnregionen. Die gefundene Genvariation verändert den Rezeptor an der Schnittstelle zu anderen Zellen. Daher beeinflußt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zusammenarbeit zwischen den Zellen und damit die Signalübertragung im Gehirn.

Eine gemeinsame genetische Grundlage für beide Depressionsformen wurde bisher ausgeschlossen. Die beiden unabhängigen Studien eröffnen daher völlig neue Wege in der Forschung. Weil P2RX7 als Membrankomponente von Molekülen direkt erreichbar ist, bieten sie den idealen Angriffspunkt für zukünftige Antidepressiva, also Medikamente gegen Depressionen.

Der Leiter des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie, Florian Holsboer, sagt: “Die Möglichkeit, genetisch bedingte Funktionsänderungen in Nervenzellen gezielt durch Medikamente korrigieren zu können, ist ein Neubeginn in der Depressionstherapie. Wir haben dank der humangenetischen Befunde einen völlig neuartigen Wirkmechanismus für die nächste Generation der Antidepressiva entdeckt. Diese werden vor allem schneller klinisch wirksam sein als die jetzt verfügbaren Medikamente.“


Aus: Handelsblatt, 27.08.2006




Psychoedukation


Die Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an den Evangelischen Kliniken in Gelsenkirchen bieten seit einiger Zeit für die Krankheitsbilder Schizophrenie, Depression, Angst- und Panikstörungen sowie für bipolare Störungen erstmals Psychoedukation an.

Neben den bestehenden medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungsansätzen tritt seit einiger Zeit ein neues Verfahren mit dem Namen Psychoedukation hinzu, das die genannten medikamentösen und therapeutischen Angebote unterstützen soll und sein Augenmerk dabei vor allem auf die Stärkung der Eigenkompetenz des Patienten und die Vermeidung neuer Krankheitsepisoden richtet. Dabei verfolgt die Psychoedukation mehrere Ansätze. Einerseits soll der Patient umfassend über die allgemeinen Ursachen, Symptome, Verläufe und Behandlungsmöglichkeiten der bipolaren Erkrankung aufgeklärt werden um dann im nächsten Schritt z. B. persönliche Auslöser für eine Krankheitsepisoden oder spezifisch eigene Symptome herauszufinden. Da die psychoedukativen Sitzungen mit 8 bis 12 Teilnehmern stattfinden, gibt es andererseits auch die Möglichkeit, sich mit anderen über das Leben mit einer bipolaren Erkrankung auszutauschen und dadurch auch die Bewältigungsstrategien anderer kennenzulernen. Mit diesem neu erworbenen Wissen ist es dann oftmals auch leichter, belastende Situationen zu erkennen und Gegenstrategien zu entwickeln bzw. frühe Symptome einer erneut auftretenden Krankheitsepisode an sich wahrzunehmen und entsprechend zu handeln, indem man Kontakt zu einem Arzt aufnimmt. Die Psychoedukation umfaßt 8 Sitzungen mit den Themenschwerpunkten Symptome, Formen und Ursachen der bipolaren Störung, medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung von Depression und Manie, Umgang mit den verschiedenen Krankheitsepisoden, Suizidalität und der Umgang mit Krisensituationen.

Sollten Sie sich für Psychoedukation interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt auf zu

S. Liduch, Forum für Psychiatrie und Kultur
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Evangelische Kliniken Gelsenkirchen
Munckelstr. 27
45879 Gelsenkirchen

Tel.: 0209/160-1611

Email: liduch@evk-ge.de





Einladung


Tut Heimweh weh?


Depression und Schmerz bei Flüchtigen und Migranten

22.Oktober 2005
Maritim Hotel Gelsenkirchen
Am Stadtgarten 1
45879 Gelsenkirchen

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchte ich Sie ganz herzlich zu unserer Fortbildungsveranstaltung am Samstag, den 22. Oktober 2005 in das Maritim Hotel in Gelsenkirchen einladen. Dieses Symposium will auf wissenschaftlichem Niveau kompakte Informationen zu der Komorbidität von somalischen Schmerzen und psychischer Erkrankung vermitteln und richtet sich an niedergelassene und klinisch tätige Ärzte sowie Psychologen und andere Interessierte.
In der täglichen Praxis ist es nicht immer leicht zu unterscheiden, ob chronisch auftretende Schmerzen, wie z.B. Rücken- oder Kopfschmerz, eine somatische Ursache haben oder ob sie der somatoforme Ausdruck einer psychischen Erkrankung sind. Untersuchungen bei psychiatrischen Patienten ergaben eine enge Verbindung zwischen somatischen und psychischen Störungen: im Durchschnitt klagten 70 der Patienten mit einer später diagnostizierten Depression fast ausschließlich über körperliche Beschwerden.
Noch häufiger allerdings treten depressive Erkrankungen gepaart mit somatoformen Störungen bei Patienten mit einem Migrationshintergrund auf, die, ungenügend akkulturiert, nach eigenem Bekunden unter dem Affektkomplex Heimweh leiden. Macht Heimweh also krank?
Über einen angeregten Erfahrungsaustausch zu dem Themenkomplex Schmerz und Depression würde ich mich sehr freuen und verbleibe mit freundlichen kollegialen Grüßen

Dr. Rolf Bertling, Ltd. OA

Programm

09.30-09.45 Begrüßung und Einführung
R. Bertling

09.45-10.45 Chronische Schmerzsyndrome bei Migranten
Somatoforme Störungen bei Migranten
A. Yavuz

10.45-11.15Kaffeepause

11.15-12.15 Aktuelle Aspekte antidepressiver Therapie
P.Debbelt

12.15-13.00 Psychotraumatologie bei Flüchtlingen
C. Ghaderi

Ab 13.00 Ausklang beim Imbiss

Die Zertifizierung des Symposiums ist beantragt bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe.


Referenten

Leitung:

Dr. med. R. Bertling
Evangelische Kliniken Gelsenkirchen
Munckelstr. 27
45879 Gelsenkirchen

Referenten:

Dr. med. A. Yavuz
Evangelische Kliniken Gelsenkirchen
Munckelstr. 27
45879 Gelsenkirchen

Dr. med. P. Debbelt
Hans-Prinzhornklinik
Frönsbergerstr. 71
58675 Hemer

Dipl. Psych. C. Ghaderi
Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge
Benrather Str. 7
40213 Düsseldorf
Mit freundlicher Unterstützung der Lilly Deutschland GmbH


Vortragsreihe zu dem Thema Depressionen im Gesundheitshaus Bismarck


23.09.2004, 18 Uhr


St. Harenbrock: Depressionen und Suizidalität – Was kann Musiktherapie leisten?

Der Vortrag ist auf Betroffene und Angehörige von Betroffenen ausgerichtet, aber auch jeder an der Thematik interessierte ist willkommen.
Es werden epidemiologische und inhaltliche Aussagen zu verschiedenen depressiven Erkrankungen gemacht; Ursachen und die Entstehung von Suizidalität werden besprochen. Nach einer allgemeinen Einführung in die Musiktherapie werden spezielle musiktherapeutische Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt.


07.10.2004, 18 Uhr


H. Yilmaz: Depressionen bei Frauen mit Migrationshintergrund – kulturspezifische Besonderheiten.

Dieser Vortrag thematisiert die migrationsspezifischen Lebensumstände die u.U. zu einem Auslöser von Depressionen werden können, die Zugangsbarrieren, aber auch die Unkenntnis von Migranteninnen über Gesundheitsdienste und –angebote sowie ihre kulturspezifischen Krankheitskonzepte.


14.10.2004, 18 Uhr

B. Salewski: ‚Emotionen‘ – eine Selbsthilfegruppe.

Der Vortrag erörtert anhand von ‚Emotionen‘, einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit depressiven Störungen, wie wichtig der gemeinsame Austausch für Betroffene ist und in wie weit eine Selbsthilfegruppe eine Stütze für den einzelnen sein kann.


11.11.2004, 18 Uhr


Dr. Yavuz: Depressionen bei Zugewanderten aus der Türkei. Informationen für Interessierte die Migranten betreuen oder mit Migranten zusammenarbeiten.

Der Vortrag gibt einen Einblick in die Geschichte der Einwanderung aus der Türkei sowie in die sozialen Lebensumstände der türkischen Migranten in Deutschland und vermittelt daraus resultierend die Bedeutung des Migrationshintergrundes für das Auftreten von depressiven Störungen.


09.12.2004, 18 Uhr


Dr. R. Bertling: Depressionen als psychische Erkrankung – Informationen für Angehörige.

Nach einer Einführung in die Symptomatik der Depression und deren heutigen Behandlungsmöglichkeiten, werden in dem Vortrag mögliche Probleme mit dem Depressionserkrankten, aber auch Verhaltens- und Reaktionsmuster von Angehörigen auf diese Erkrankung diskutiert, sowie Hilfsstrukturen für Angehörige aufgezeigt.